
DRUPA 2012: Das Areal der Düsseldorfer Messehallen wurde ganze 14 Tage lang mit Teilnehmern und Ausstellern aus aller Welt gefüllt. Einige Hallen war es anzumerken, dass ein gewisses Understatement in der Branche vorherrscht, seitdem die Aussage “Print sei tot” durch alle Ebenen wanderte – und doch gab es erstaunlich viel Wagemut und Richtungsweisendes im Druckergewerbe. So konnte man als Besucher die israelischen Jungs von Landa mit ihrem neuen Paket besuchen. Mit viel Know-How und Persönlichkeit trumpfte der Landa-Messestand auf und neben überlebensgrossen, horizontalen High-End-Displays, welche sämtliche Prozesse der Druckmaschinen grafisch aufbereiten, überzeugten mich auch die Work-Flow-Neuerungen. Druckaufträge in Echtzeit per Touch-Screen, mal in der Tagesübersicht, mal in der Monatsplanung: Ein echter Hoffnungsschimmer am deutschen Himmel, fusionierte Landa doch vor Kurzem erst mit der deutschen Firma Heidelberg.


Neben hiesigen Ständen globaler Konzerne glänzten aber vor allem kleinere, zugängliche Dienstleister mit Veredelungen oder Verpackungen. Deutsche und holländische Buchbinder führten live genau das vor, was bei der Herstellung eines haptischen Informationsträgers zum Tragen kommt: Konstante Qualitätsarbeit bei kleinen Auflagen oder eben selektive Änderungen von Material und Inhalt – schwierig zu kontrollieren bei hiesigen Online-Dienstleistern. Und wie es dann am Nachmittag kommen musste: Mehr, mehr und noch mehr Infos; für einen Tag nicht zu händeln. Mit bleiernen Füssen und schwerem Kopf ging es Abends mit Goodie-Bag und Freibier zurück in die Freiheit. Bis bald, DRUPA!
