
photo via yayos bloque

Sonores Rauschen erfüllte die kleine Zelle aus Meter dickem Vorkriegsbeton. Die schummrige Beleuchtung wurde aus einem brüchigen Stromkreis gespeist, dies sorgte in unregelmässigen Abständen für Kurzschlüsse, Kabelbrände und eben unerwartete Dunkelheit, die sich tiefschwarz wie Japanlack über die Amaturen legte. Wenn Letzteres eintrat, brannten seine Augen einen kurzen Moment; er hatte Mühe seinen Blick in dem Nichts zu schärfen, lauter flackernde Miniaturlichter; starre Glühwürmchen, fest genagelt an ihrem Platz. Manche Knöpfe hatten keinerlei Beleuchtung, was nicht unbedingt hiess, dass sie minder wichtig waren – einzig seine eingespielten Mechanismen befähigten ihn dazu, in dieser Finsternis die Kontrolle über die Instrumente zu behalten. Während sein Oberkörper auf einem Drehstuhl gefesselt sass, wanderten die Unterarme automatisiert von einer Position zur folgenden, und so fort.
Auf wenigen Quadratmetern hatte er es geschafft, das Zeitkontinuum zu brechen und auszuschalten. Hinzu kam die von ihm herbei geführte Koordinate ‘Physischer Abstand’, die war nicht minder wichtig, so schien es ihm. Sie sorgte für die Eingrenzung der Realitätsschübe – sie war es, die ihn auch bei Laune hielt. Die Koordinate ‘Physischer Abstand’ war in ihrer Gestalt mal flüssig, mal gasförmig. Nicht greifbar, dachte er bei sich, als er von der Toilette zurück kam, sich wieder in den Raum quetschte und auf den kaputten Drehstuhl fallen liess, nicht greifbar und alles doch so nah. Sein Kopf sackte auf sein Doppelkinn, während er versuchte in die gleissende Lichtquelle eines kleinen Monitors zu schauen, der vor ihm auf einem Pult seit Stunden flimmerte. Seine Handbewegungen sorgten für vertraute Geräusche; Knöpfe, Regler und Tasten erwiderten seine Berührungen, fast zärtlich grüssten sie ihn zurück, riefen ihm im Halbdunkel zu, dass er hier nicht allein der Dinge harrte, die da kommen würden. Tik-tipp, tapp. (weiterlesen…)
This is Admiral Grace Hopper. She coined the terms “bug” and “debugging.” By finding a moth in the mainframe. twitter.com/jack/status/19…
— Jack Dorsey (@jack) May 4, 2012
Wer Children Of Men bewusst gesehen hat, kann sich vorstellen, dass das folgende Video nicht eben kurz gerät. Die Szenen des Film, eingefangen von dem mexikanischen Kameramann Emmanuel Lubezki, sind minutenlang und grandios fotografiert. Natürlich lohnt es sich eher den Film in Gänze anzuschauen, aber allein sich durch diesen Clip von Refocused Media zu skippen macht Spaß. Natürlich ist da nichts für diejenigen, die sich Children Of Men noch anschauen wollen.
Hier noch der Post von Refocused Media mit mehr Details.
Während Gerhard Richter den fragilen Titel ‘Picasso des 21. Jahrhunderts’ zugesprochen bekam, ist es doch ebenso Lynch, der Virtuosität mit Schaffenskraft in unserer Zeit vereint. Meine Kinnlade erholte sich erst spät – hatte mich die ‘Dark Splendor’-Ausstellung in Berlin doch wirklich beeindruckt. Der Meister seines eigenen Genres spielt wie kein Zweiter mit der Kunst, des Menschen Urangst visuell zu verorten. Hier die bereits staubige, doch sehenswerte Doku von 1988 namens ‘Don`t Look At Me’.
Weitere Teile nach dem Jump –> (weiterlesen…)

via Dangerous Minds
Dieses Keyboard ist der Tamagotchi der Neuzeit: Je nach Tagesstimmung des Benutzers komponiert das Tasteninstrument dann fröhlich los: Montags melancholisch, Dienstags draufgängerisch, Mittwochs müde, Donnerstags dümpelnd, Freitags Fidel und so fort. Entwickelt haben es Studenten der Cornell University. Daumen hoch und los geklimpert!
